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Vom Frust zur Lust

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Eigentlich wollte Martin kündigen, als er im Februar 2017, 5 Monate nach seinem ersten Tag bei Tirolia, das Büro seines Chefs betrat. Er war frustriert: Ja, er hatte sich so bemüht, all diese vielen, neuen Dinge, die sein Job mit sich bringt, auf die Reihe zu kriegen. Gefühlt ohne Erfolg. Also fand er: Es ist Zeit, das Handtuch zu werfen.
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Im selben Büro, keine 12 Monate später, schüttelte Geschäftsführer Michael Lukasser Martins Hand und gratulierte ihm. Im letzten Monat war es Martin erstmals gelungen, die Ergebnisse seiner Transportroute unter die 10 besten der Firma zu bringen. Gute Arbeit fühlt sich hier bei Tirolia wirklich gut an. Und auch auf seinem Konto landeten dank dieses Erfolges einige Hunderter mehr.    
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„Ich bin eher der ruhige Typ“, sagt Martin über sich selbst. Nie hört man von ihm ein lautes Wort, selbst bei den härtesten Verhandlungen am Telefon. Er besuchte die Tourismus-Schule in St. Johann, maturierte 2016.

Warum Tourismus? Die Vielfalt habe ihm getaugt und der Kontakt zu Menschen. Außerdem liebe er Sprachen, habe in der Schule Englisch und Italienisch gelernt, sich damit leichtgetan. Und gekocht habe er auch immer gerne. Sein Jobwunsch? Etwas, in dem er viel Italienisch reden kann. Hotel oder so. 
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Es wurde die Küche. Zwei Jahre arbeitete Martin als Koch in verschiedenen Betrieben. Seine Bilanz war ernüchternd: bis zu 80 Wochenstunden, Wochenendarbeit, und das oft unter launischen Chefs für einen sehr bescheidenen Lohn.

Während seines Zivildienstes beim Roten Kreuz wurde ihm klar: Für ihn war‘s das mit der Gastronomie. Und jetzt? Hmm. In der Schule hatte er von einer kleinen Spedition in Ebbs gehört, die LKW-Transporte in Europa organisiert. Da braucht man doch auch Italienisch …  
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Wenige Tage, nachdem Martin seine Bewerbung abgesandt hatte, klingelte sein Telefon: „Wir laden dich ein. Komm vorbei und lerne die Arbeit und das Team im Live-Betrieb kennen.“ Er kam. Fühlte sich sofort wohl. Und unterschrieb, als ihm Geschäftsführer Michael Lukasser einen Dienstvertrag anbot. In drei Wochen, gleich nach dem Zivildienst, würde es losgehen. Natürlich mit dem Ziel, Italienverkehre zu managen.

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„Ich war kleine Küchentrupps gewohnt, 2-3 KollegInnen, die alle im Dialekt plaudern. Und nun wartete ein großes Büro auf mich, mit 20-30 Leuten, die in verschiedenen Sprachen mit Partnern und Kunden in ganz Europa verhandeln.“

Wie fast alle Neuen hatte Martin riesigen Respekt vor dem Telefonieren. Doch gut gecoacht führte er seine Gespräche schon nach drei Wochen problemlos. Ähnlich ging es ihm mit allen anderen Lernfeldern, von der Datenpflege bis zur Fakturierung: Das alles meisterte er rasch.

Dann war die Schulung zu Ende … 

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Auf dem Monitor eines Disponenten geht fast immer die Post ab: Ein blinkendes Fenster meldet zwei Anrufe in der Leitung; im Ladungssystem poppen drei neue Anfragen auf; und in der Inbox warten ungelesene E-Mails von vier Kunden und drei Partnern. Hier prasselt eine ganze Menge Informationen fast gleichzeitig auf einen ein.

Die Kunst? Cool bleiben, priorisieren und sich je nach Situation selbst gut organisieren. Das kommt mit der Routine. Aber das zu lernen braucht einfach Zeit. Wer sich die am Anfang nicht gibt und sich sogar mit den KollegInnen vergleicht, die den Job seit vielen Jahren machen, verzweifelt leicht. So wie Martin.
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„Als ich ihm von der Kündigung erzählte, bat mich Herr Lukasser, mich zu setzen“, erinnert sich Martin an diesen entscheidenden Tag. „Er würde gerne genau verstehen, was mir das Gefühl vermittle, den Job nicht zu packen. Er sähe in mir nämlich nach wie vor großes Potenzial.“

Also begann Martin zu erzählen und sein Chef hörte genau zu – und handelte. Am Ende des Gesprächs vereinbarten die beiden, ein paar Dinge in Martins Ausbildung zu ändern. Kündigen? Das könnte er ja dann später immer noch.

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Befreit von dem unfeinen Gefühl, nicht zu genügen, lernte und arbeitete Martin in seinem Team weiter. Und dann, ein paar Monate später, im Frühjahr 2018, habe sich bei ihm „ein Schalter umgelegt“ … und das mit der Selbstorganisation sei ihm plötzlich leichtgefallen.

Die Vielfalt des Jobs, die ihn vorher gestresst habe, tauge ihm seither voll. Jeder Tag ist anders, Langeweile käme nicht vor. Man lerne immer weiter. Und ja, dank guter Ergebnisse bereite ihm auch sein Einkommen sehr viel Freude.  

Seine Erfahrungen und sein Erfolg haben Martin geprägt. Und so ist er stolz, dass er nun selbst als Coach den Neuen hilft, den Weg zur Routine schnell zu finden.
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